Gefahr für Ährenfusarium in blühenden Weizen- und Triticalebeständen!
Das neutrale Pflanzenschutz-Beratungssystem proPlant expert.classic warnt vor optimalen Infektionsbedingungen für Ährenfusarium in Weizen und Triticale (siehe Deutschlandkarte vom 29. Mai). Dies ist für Schläge interessant, auf denen Weizen und Triticale in der Blüte sind und die ein erhöhtes Fusarium-Risiko haben (besonders in Maisfruchtfolgen, anfälligen Sorten).
Dort wo es am Freitagnachmittag/-abend bzw. übers Wochenende Wärmegewitter mit stärkeren Niederschlägen geben wird, sollten in blühenden Beständen umgehend geeignete Fungizide eingesetzt werden, sofern möglich. Entscheidend für den Behandlungserfolgt ist der infektionsbezogene Fungizideinsatz, sehr kurz vor oder nach Fusarium-Infektionen (+/- 2 Tage), d.h. stärkere Niederschläge mit hohen Temperaturen (Gewitter). Zum Start in den Juni werden weitere Niederschläge vorhergesagt mit für Fusarium-Infektionen ausreichenden Temperaturen, das nächste stabile Sommerhoch ist noch nicht in Sicht.
Ob später die Symptome von Ährenfusarium tatsächlich in dagegen ungeschützten Beständen auftreten werden, hängt auch vom Wetter der nächsten Wochen ab. Nur wenn eine mehrwöchige Trockenphase ohne viel Regen folgt, also ohne Folgeinfektionen, wird dies nicht der Fall sein. Aber darauf sollte man jetzt nicht spekulieren, zumal bei dem seit zwei Jahren geringeren DON-Grenzwert.
Der Weizen beginnt mit der Blüte bereits, wenn etwa ein Drittel der Ähren aus der Blattscheide herausgeschoben sind. Die Vollblüte ist erreicht, wenn in der Mitte der Ähren der Haupttriebe erste Staubbeutel sichtbar sind. In Triticale dagegen sind bei Blühbeginn die Ähren vollständig geschoben und erste Staubbeutel sichtbar.
Bei Schlägen mit geringem Fusarium-Risiko und/oder falls das Wetter in diesen Tagen nicht förderlich für Fusarium ist, geht um den abschließenden Schutz gegen Pilzkrankheiten wie Braunrost und Gelbrost. Generell war das Auftreten von Getreidekrankheiten in Deutschland in diesem Jahr bislang erneut gering.

proPlant expert.classic umfasst neben Pilzkrankheiten und Wachstumsregler in Getreide auch Krautfäule in Kartoffeln, Pilzkrankheiten in Zuckerrüben, Schädlinge und Wachstumsregler im Raps (Frühjahr) sowie Rapserdfloh, Wachstumsregler und Phoma im Raps (Herbst),
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