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Rapserdfloh: Larvenentwicklung 2026 erneut früh dran

Die proPlant-Deutschlandkarten zeigen, wie unterschiedlich schnell sich der Rapserdfloh in den vergangenen Jahren bis Mitte/Ende Oktober entwickeln konnte. Grundlage ist das witterungsbasierte Phänologiemodell für Ende August gesäten Winterraps.

Im Herbst 2026 hat die warme Witterung seit September die Ei- und Larvenentwicklung beschleunigt. Bereits am 20. Oktober war auf Schlägen mit Rapsaussaat Ende August  ansteigender Larvenschlupf möglich – ähnlich früh wie im Herbst 2023. Im kühleren Herbst 2024 war die Entwicklung dagegen vielerorts noch nicht so weit fortgeschritten.

Nicht allein die Zahl der Käfer entscheidet über den späteren Schaden: Wenn bei überdurchschnittlich milder Witterung ein Großteil der Larven im Herbst schlüpft, steigt das Risiko für Ertragsverluste.

Seit über 20 Jahren gehört die witterungsabhängige Entwicklung des Rapserdflohs zum fachlichen Kern von proPlant. Das Phänologiemodell berechnet anhand der Witterung den Verlauf von Eiablage und Larvenentwicklung. Es unterstützt Landwirte und Berater dabei, den richtigen Zeitpunkt für eine gezielte Larvenbehandlung zu finden – statt sich allein auf Käferzahlen oder Kalendertermine zu verlassen.

Signalisiert proPlant, dass die Larvenentwicklung bislang optimal verlief und mit ansteigendem Larvenschlupf zu rechnen ist, sollten die Blattstiele auf Larvenbefallssymptome kontrolliert werden. Als Orientierung für die Behandlungsentscheidung gelten drei Befallssymptome bzw. Larven pro Pflanze in schwachen Beständen und fünf in kräftigem Raps.

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