proPlant expert.classic: Kohltriebrüssler im Raps – wie viel Handlungsspielraum hat man bei der Behandlung?

Die Behandlung der Stängelrüssler ist die wichtigste Maßnahme im Frühjahr im Raps. In Versuchen werden regelmäßig wirtschaftliche Mehrerträge von 3 dt/ha erzielt.

Die Rüssler-Maßnahme muss vor der Eiablage erfolgen. Die sich aus den Eiern in der Pflanze entwickelnden Larven sind nicht mehr bekämpfbar. Aber wann beginnt die Eiablage bzw. wann muss behandelt werden?

Bekannt ist, dass der Gefleckte Kohltriebrüssler einen längeren Reifungsfraß hat als der Große Rapsstängelrüssler. Pauschalaussagen wie „zwei Wochen nach dem Zuflug behandeln“ sind aber nicht zielführend:

Der Verlauf der Tagesmaximum- und minimumtemperatur nach dem Zuflug entscheidet über die Zeit, die der Kohltriebrüssler vom Zuflug in die Rapsbestände bis zur Eiablagereife braucht und bedingt dann auch die Intensität seiner Eiablage.

Es gibt Jahre, da dauert es nur wenige Tage bis zur Eiablage – wenn es nach dem Zuflug warm und sonnig bleibt (z.B. 2012, aktuelles Jahr 2021). In Extremfällen kann ein „Wintereinbruch“ die Eiablage um mehrere Wochen verzögern (z.B. Märzwinter 2013 und 2018). Die jährliche Witterung entscheidet über den Handlungsspielraum für die Behandlung.

proPlant expert.classic unterstützt Landwirte und Berater bei der Terminfindung, weil es anhand von Wetterdaten ausgehend vom Zuflug den Beginn der Eiablage ableitet. Sich an der Eiablage zu orientieren, hat weitere Vorteile: Die meisten Käfer sind zugeflogen. Beginnt der Glanzkäfer mit der Besiedlung, kann dieser mitbehandelt werden (als Ergebnis 1 statt 2 Insektizid-Behandlungen).

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