proPlant expert: Ährenfusarium in Weizen/Triticale 2021

Dieses Beispiel aus unserem neutralen Pflanzenschutz-Beratungssystem proPlant expert.classic zeigt einen optimalen Termin für die Fungizid-Anwendung gegen Ährenfusarium in Triticale in diesem Jahr (Wetterstation Steinfurt im Nordwesten von Nordhrein-Westfalen). Die roten Punkte stehen für optimale Infektionsbedingungen, die gelben Punkte für günstige Infektionsbedingungen. Sofern ein erhöhtes Fusarium-Risiko vorliegt (z.B. in Maisfruchtfolgen, für Fusarium hoch anfällige Sorte) muss die Behandlung in der Blüte erfolgen. In Triticale müssen die Ähren vollständig geschoben und erste Staubbeutel sichtbar sein, dies ist aktuell in vielen Teilen Deutschlands der Fall. Der Weizen kann mit der Blüte bereits beginnen, wenn etwa ein Drittel der Ähren aus der Blattscheide herausgeschoben ist. In der Mitte der Ähren der Haupttriebe zeigen sich die ersten Staubbeutel. Stand heute findet man dies bei frühem Weizen in warmen Regionen z.B. in Baden-Württemberg, in der nächsten Woche sicherlich in den meisten Regionen Deutschlands. Dann muss die Behandlung kurz vor oder nach stärkeren Niederschlägen und hohen Temperaturen (Wärmegewitter) erfolgen. In diesem Beispiel ist der heutige Termin 4. Juni optimal: 1 Tag nach der möglichen Fusarium-Infektion am 3. Juni und 1 Tag vor den nächsten möglichen Infektionen am 5. und 6. Juni, sofern es dann wie heute vorhergesagt regnen wird. Auch Behandlungen am 3. Juni tagsüber vor dem abendlichen Gewitter waren gut terminiert. Von Behandlungen einige Tage früher oder später ist dagegen eine geringere Wirkung zu erwarten.

Falls Gelbrost-Befall im Bestand vorhanden war, sind der 3. und 4. Juni auch sehr gute Termine.

Die folgende Deutschlandkarte vom heutigen 4. Juni zeigt, dass aktuell in den meisten Regionen Deutschlands das Wetter (Gewitter!) optimal für Fusarium-Infektionen war bzw. in den nächsten 3 Tagen sein wird:

Ob später die Symptome von Ährenfusarium (siehe Foto) tatsächlich in dagegen ungeschützten Beständen auftreten werden, wird auch abhängig sein von dem Wetter in den nächsten Wochen. Wenn eine vielwöchige Trockenphase folgt ohne viel Regen, also ohne Folge-Infektionen – wie vielerorts in den beiden Jahren 2018 und 2019 – wird dies nicht der Fall sein. Aber darauf sollte man nicht spekulieren! Umgekehrt bei immer mal wieder Regen und üblichen höheren Temperaturen besteht das Risiko.

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